Sonderausgaben

Stand: 1. 1. 2018

Höchstbeträge:

Höchstbetrag von EUR 2.920,-- jährlich.
Steht jemandem der Alleinverdienerabsetzbetrag zu, so verdoppelt sich dieser Betrag auf 5.840,-- EUR jährlich. Ab 3 Kindern, für die Familienbeihilfe bezogen wird, erhöht sich der Sonderausgabenhöchstbetrag um weitere 1.460,-- EUR .

  • Sonderaugsben - maximal bis zu den Höchstbeträgen - werden nur in einem Ausmaß von 25 % steuerwirksam.
  • Für steuerpflichtiges Jahreseinkommen zwischen 36.400,-- EUR und 60.000,-- EUR gibt es bei der steuerlichen Berücksichtigung vom "Topf-Sonderausgaben" eine Einschleifregelung.
  • Ab einem steuerpflichtigen Jahreseinkommen von 60.000,-- EUR wird der "Topf- Sonderausgaben" steuerlich nicht berücksichtigt.

DSGVO 2018

PFLICHTVERANLAGUNG

Sonderausgaben sind:

a) Folgende Punkte müssen bereits vor 2016 abgschlossen worden sein und können bis einschließlich Veranlagungsjahr 2020 geltend gemacht werden:

  • Versicherungsprämien für freiwillige Personenversicherungen
  • freiwilligen Krankenversicherung
  • freiwilligen Unfallversicherung
  • Lebensversicherung
  • freiwilligen Witwen-, Waisen-, Versorgungs- und Sterbekasse
  • Pensionskasse

b) Freiwillige Weiterversicherungen und Nachkauf von Versicherungszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung, Renten (außerhalb des Höchstbeitrages)

c) tatsächliche Bauausführung (Spatenstich), Sanierung oder Darlehensaufnahme vor dem 1. Jänner 2016; Geltendmachung bis einschließlich Veranlagungsjahr 2020:

  • Kosten für Wohnraumschaffung und Wohnraumsanierung (innerhalb des Höchstbetrages)
  • Aufwendungen aus Eigenmittel-Darlehensrückzahlungen (Kapital und Zinsen). 
  • Mindestens achtjährig gebundene Beträge an gemeinnützige Wohnbauvereinigungen.

d) Kirchenbeiträge (400,-- EUR)

e) Steuerberatungskosten (in unbegrenzter Höhe)

f) Private Spenden in Höhe von maximal 10 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte an begünstigte Spendenempfängerinnen/begünstigte Spendenempfänger, insbesondere an humanitäre Einrichtungen, an Natur- und Umweltschutzeinrichtungen, an begünstigte Einrichtungen im Bereich der Wissenschaft und Erwachsenenbildung, an Tierheime und an freiwillige Feuerwehren (siehe dazu § 4a EStG und die Liste der begünstigten Spendenempfänger). Aus dem Betriebsvermögen geleistete Spenden an begünstigte Spendenempfänger sind als Betriebsausgaben abziehbar.

Datenschutzinformation

Seit dem 25.05.2018 ist die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wirksam. Der vertrauliche und sichere Umgang mit allen anvertrauten Daten ist ein Anliegen des CLV Oberösterreich. Der CLV Oberösterreich verarbeitet personenbezogene Daten zur Erfüllung seiner Aufgaben.

Stand: 1. 1. 2018

Ab dem Einkommensjahr 2017 gilt für Spenden, Kirchen, Versicherungen:

Für Zuwendungen, die ab dem Jahr 2017 geleistet werden, übermitteln alle in der Liste der begünstigten Einrichtungen genannten Einrichtungen den Jahresbetrag der Zuwendung unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen an das Finanzamt, sodass sie den Betrag nicht mehr in die Steuererklärung aufnehmen müssen. Dazu ist erforderlich, dass sie der Empfängerorganisation Ihren Vor- und Zunamen und ihr Geburtsdatum (korrekt) bekannt geben.

Die Liste betrifft folgende Sonderausgabenkategorien:

  • Verpflichtend zu leistende Beiträge an Kirchen und Religionsgesellschaften,
  • Freigebige Zuwendungen im Sinne des § 4a Einkommensteuergesetz (insbesondere Spenden an begünstigte Spendenempfänger und Feuerwehren),
  • Zuwendungen zur Vermögensausstattung einer gemeinnützigen Stiftung im Sinne des § 4b Einkommensteuergesetz
  • Zuwendungen an die Innovationsstiftung für Bildung gemäß § 1 des Innovationstiftungs-Bildung-Gesetz sowie
  • Beiträge für eine freiwillige Weiterversicherung einschließlich des Nachkaufs von Versicherungszeiten in der gesetzlichen Pensionsversicherung und vergleichbare Beiträge an Versorgungs- und Unterstützungseinrichtungen der Kammern der selbständig Erwerbstätigen.

In der Liste finden Sie daher folgende Organisationen

  1. Spendenbegünstigte Einrichtungen, die wissenschaftliche Forschung und Lehre betreiben oder mildtätige Zwecke bzw. Zwecke der Entwicklungs- und/oder Katastrophenhilfe oder Umwelt-, Natur- und Artenschutz-Zwecke verfolgen oder Tierheime betreiben und Inhaber eines Spendenbegünstigungsbescheides sind oder waren.
  2. Weitere begünstigte Einrichtungen (ohne Spendenbegünstigungsbescheid), insbesondere:
    • Kirchen und Religionsgesellschaften, die verpflichtende Beiträge erheben.
    • Pensionsversicherungsanstalten und Versorgungseinrichtungen (betreffend freiwilliger Weiterversicherung)
    • Forschungseinrichtungen (zB Universitäten, begünstigte Forschungsförderungsfonds betreffend Spenden)
    • Museen (betreffend Spenden)
    • Freiwillige Feuerwehren und Landesfeuerwehrverbände (betreffend Spenden)

     

Zur Abgabe einer Erklärung zur Durchführung einer Arbeitnehmerveranlagung ist man verpflichtet, wenn eine der folgenden Voraussetzungen vorliegt:

  • Wenn andere (lohnsteuerpflichtige) Einkünfte erzielt wurden,
  • zumindest zeitweise gleichzeitig bezogene lohnsteuerpflichtige Einkünfte vorliegen,
  • der Alleinverdienerabsetzbetrag oder der Alleinerzieherabsetzbetrag berücksichtigt wurde, aber die Voraussetzungen nicht vorlagen.

In folgenden Fällen wird daher ab einem bestimmten Stichtag allen Steuerpflichtigen, die bis zu diesem Stichtag keinen Antrag auf Arbeitnehmerveranlagung oder eine Einkommenssteuererklärung eingereicht haben, eine Erklärung zugesendet werden:

  • wenn Nebeneinkünfte von mehr als 730,-- EUR im Jahr vorliegen
  • bei mehreren Bezügen gleichzeitig
  • bei steuerpflichtigen Bezug von Krankengeld oder von Bezügen nach dem Heeresgebührengesetz (z. B.: Truppen-/Kaderübung)
  • wenn Pflichtbeiträge aus der gesetzlichen Sozialversicherung zurückgezahlt werden,
  • wenn nicht zustehende Freibeträge laut Freibetragsbescheid berücksichtigt wurden,
  • wenn der Alleinverdiener-bzw. Alleinerzieherabsetzbetrag gewährt wurde, obwohl die Voraussetzungen nicht vorlagen,
  • bei Bezug von Unfallrenten sowie Insolvenz-Ausfallgeldern.

In diesen Fällen ist man verpflichtet, eine Veranlagung durchführen zu lassen.

Kommt es bei der Arbeitnehmerveranlagung auf Grund mehrerer nicht selbständiger Bezüge zu Steuernachzahlungen, werden vom Finanzamt vierteljährliche Vorauszahlungen vorgeschrieben.

Einkommensteuererklärung

Im Einkommensteuergesetz sind bestimmte Einkunftsarten aufgezählt, die der Einkommensteuer unterliegen.

  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
  • Einkünfte aus selbständiger Arbeit
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen, die nicht der KESt unterliegen
  • Einkünfte aus Vermietung mit Verpachtungen
  • sonstige Einkünfte

Die Verpflichtung zur Einkommensteuererklärung liegt dann vor, wenn aus den oben angeführten Einkünften 730,-- EUR und mehr pro Kalenderjahr erzielt werden.
Die Frist für die Einkommensteuererklärung beim zuständigen Finanzamt für Steuerzahler mit Lohnzetteln ist der 30. April (30. Juni FinanzOnline) des folgenden Kalenderjahres.